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Gülitz

Neugotische Backsteinkirche

Gülitz liegt 7 km südwestlich von Putlitz. Die erste geschichtliche Erwähnung des Ortes datiert aus dem Jahre 1359. Einer Urkunde zufolge, gehörte „Ghulitz" mit 15 weiteren Dörfern zum Schloss Meyenburg. Zu dieser Zeit gab es in der Prignitz die großen Besitzungen der Adelsfamilien, u.a. auch die der Herrn von Kaphengst, denen das Gut in Gülitz gehörte. Der letzte Adlige dieser Familie war Christian Ludwig von Kaphengst, der 1796 verstorben ist.

 

Gülitz ist ein Rundlingsdorf mit traufständiger Gebäudestellung und Gutsiedlung. Im Zentrum befindet sich die 1875 im neugotischem Stil erbaute Kirche. Die Kirche erscheint für ein Dorf sehr groß, ebenso die in der Kirche befindliche Orgel. Wie überall in der Prignitz, bestimmte in Gülitz die Landwirtschaft die Entwicklung des Ortes.

 

In Gülitz war jedoch auch der Bergbau von Bedeutung. Im Jahre 1840 wurde durch Bohrungen abbauwürdige Braunkohlevorkommen festgestellt. Der Bergbau löste damals berechtigte Hoffnungen für die Entwicklung des Ortes aus und gab vielen Gülitzern außerhalb der Landwirtschaft Arbeit. Die Hoffnungen, die in den Bergbau gesetzt wurden, erfüllten sich jedoch nicht. Der Kostenaufwand war zu intensiv und der Abbau ging zurück. 1904 erfolgte die Einstellung des Abbaus. Auch für einen kurz nach dem 2. Weltkrieg erneuten Versuch Kohle abzubauen, kam 1949 das endgültige Aus.

 

In Gülitz befindet sich eine besondere Sehenswürdigkeit - das Naturdenkmal der 1000jährigen Ulme. Jedes Jahr kann man erleben, wie die Ulme eine Blätterpracht entfaltet, blüht und im Herbst buntgefärbtes Laub abwirft. Aber auch ohne Laub ist die Ulme ein ganz besonderer Anblick.